Seit über zehn Jahren begleite ich Menschen in meiner psychotherapeutischen Praxis. Im Mittelpunkt steht für mich die Frage, wie heutige Belastungen mit früheren Erfahrungen, Beziehungen und den Strategien zusammenhängen, die uns einmal geholfen haben, mit schwierigen Situationen umzugehen. Viele dieser Reaktionen waren zu einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll oder sogar notwendig. Sie nur als Problem zu betrachten, wird ihrer Geschichte deshalb oft nicht gerecht.
Besonders geprägt ist meine Arbeit durch NARM, Somatic Experiencing und systemische Ansätze. Dabei geht es nicht darum, vermeintlich „falsche“ Reaktionen zu korrigieren oder möglichst schnell etwas loszuwerden. Gemeinsam schauen wir darauf, was im heutigen Erleben wirksam ist, welche inneren Konflikte oder Beziehungsmuster sich zeigen und welche Bedürfnisse dabei vielleicht aus dem Blick geraten sind. Oft entsteht Veränderung bereits dort, wo Zusammenhänge verständlicher werden und wieder mehr Wahlfreiheit im eigenen Erleben und Handeln möglich wird.
Bevor ich mich der therapeutischen Arbeit zuwandte, studierte ich Restaurierung von Wandmalerei und historischer Architekturfarbigkeit. Auch dort ging es darum, genau hinzusehen, unterschiedliche Schichten wahrzunehmen und behutsam zu verstehen, was sich über lange Zeit entwickelt hat. Diese Haltung begleitet mich bis heute: nicht vorschnell zu bewerten, sondern neugierig zu erkunden, was da ist und wie es entstanden ist.
In der therapeutischen Beziehung sind mir Klarheit, Wärme und ein aufrichtiges Interesse an meinem Gegenüber besonders wichtig. Die eigenen Ziele, Werte und Möglichkeiten meiner Klientinnen und Klienten geben dabei die Richtung vor. Therapie verstehe ich als gemeinsamen Prozess, in dem neben dem Verstehen auch neue Erfahrungen entstehen können – und damit mehr Verbindung zu sich selbst, zu den eigenen Bedürfnissen und zu anderen Menschen.